Dieter Stinka (sitzend mit Pokal) und Matthias Thoma (vorne stehend) mit Mitgliedern des EFC Hufeland-Haus - © Innere Mission Frankfurt
Einmal Adler – immer Adler
Das Eintracht Frankfurt Museum zu Gast beim Eintracht-Fanclub des Hufeland-Hauses
Fußball ist viel mehr als nur ein Spiel, er verbindet Generationen und weckt Erinnerungen. Genau hier setzt das Projekt „Erzähl mir von der Eintracht!“ des Eintracht Frankfurt Museums an: Es bringt die Geschichten rund um den Verein direkt zu den Menschen, die sie erlebt haben.
Einmal im Monat besucht das Museumsteam eine Frankfurter Pflegeeinrichtung, kommt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch und sammelt persönliche Eintracht-Momente.
Diese Erinnerungen werden festgehalten, archiviert und Teil der Geschichtswerkstatt „Meine Eintracht-Geschichte“. Zusätzlich erhalten teilnehmende Einrichtungen ein „Eintracht-News-Paket“ mit aktuellen Publikationen und Büchern für die Hausbibliothek. Auch Besuche im Eintracht Museum gehören zum Projekt.
Auftakt im Hufeland-Haus: Ein Nachmittag voller Erinnerungen
Wie lebendig das Projekt ist, zeigte sich beim Auftakt am 22. April in der gut gefüllten Cafeteria des Hufeland-Hauses in Frankfurt-Seckbach.
Nach der Begrüßung durch Markus Förner, Geschäftsführer des Hufeland-Hauses, der auch an das 20-jährige Jubiläum des Eintracht-Fanclubs im vergangenen Jahr erinnerte, stellte Eintracht-Vorstand Philipp Reschke das Projekt vor. Seine Botschaft: Die Eintracht lebt von ihren Fans, und genau deren Geschichten verdienen einen festen Platz in der Geschichtswerkstatt.
Museumsleiter Matthias Thoma knüpfte daran an und nahm die Anwesenden mit auf eine Reise durch die Vereinsgeschichte. Alte Fotos, besondere Fundstücke und viele Anekdoten sorgten für lebhafte Gespräche, etwa über frühere Trikots, legendäre Spiele oder persönliche Erinnerungen rund um die Eintracht.
Als Ehrengast war der ehemalige Eintracht-Spieler Dieter Stinka anwesend, der von 1958 bis 1966 für den Verein auflief. Mit der Eintracht wurde er 1959 Deutscher Meister und stand 1960 im Finale um den Europapokal der Landesmeister. Zudem gehörte er zu den Spielern der ersten Bundesliga-Spielzeiten ab 1963.
Ein weiterer besonderer Moment: Als Philipp Reschke und Matthias Thoma den mitgebrachten großen, silbernen Koffer öffneten und eine Replik des Europa-League-Pokals von 2022 zum Vorschein kam, wurde es plötzlich ganz still. Doch dann ließen sich die Bewohner*innen und Mitarbeitenden des Hufeland-Hauses die Chance nicht entgehen, den Pokal selbst einmal in die Höhe zu stemmen und für Fotos zu posieren.
Auch die mitgebrachten Virtual-Reality-Brillen kamen gut an: Wer sie aufsetzte, fand sich mitten im Stadion und ganz nah dran am Geschehen wieder.
„Einen passenderen Ort für den Start hätte es kaum geben können. Die Begeisterung für unseren Klub, die vielen Gespräche und der rege Austausch in den wenigen Stunden haben gezeigt, dass wir mit diesem neuen Format etwas Besonderes ins Leben gerufen haben“, sagte Philipp Reschke.
Ein Fanclub, der seit 20 Jahren verbindet
Dass die Eintracht im Hufeland-Haus fest dazugehört, zeigt der hauseigene Fanclub, der 2025 sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat. In der „Bembelstubb“ werden Spiele gemeinsam verfolgt, diskutiert und gefeiert.
Mit Unterstützung von Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und Angehörigen machen sich regelmäßig Zweierteams aus Bewohner*in im Rollstuhl und Begleitperson auf den Weg ins Stadion. So wird Fußball für alle erlebbar, unabhängig von körperlichen Einschränkungen.
„Erzähl mir von der Eintracht!“ zeigt, wie viel Kraft in gemeinsamen Erinnerungen steckt. Das Projekt bringt Menschen zusammen, schafft Nähe und macht deutlich: Einmal Adler – immer Adler.

