Christopher Street Day Frankfurt 2025

CSD Frankfurt 2025 - Wir waren dabei!

Erstmals gemeinsame Teilnahme von sechs Organisationen aus dem kirchlichen Umfeld

Am 19. Juli 2025 beteiligten sich mehrere evangelisch-diakonische Organisationen sichtbar und hörbar an der Demonstration des CSD (Christopher Street Day) in Frankfurt am Main. Unter dem gemeinsamen Motto „Glaube.Liebe.Laut“ zogen Mitarbeitende und Unterstützer*innen gemeinsam durch die Frankfurter Innenstadt, um ein Zeichen für Gleichberechtigung, Toleranz und Menschenwürde zu setzen.

Mit ihrem farbenfrohen Wagen und der überdimensionalen Regenbogen-Fahne machten die diakonischen Einrichtungen und die Evangelische Kirche deutlich, dass queere Menschen in Kirche und Diakonie willkommen sind – ohne Wenn und Aber. Die Teilnahme war hierbei nicht nur Ausdruck der gelebten Vielfalt innerhalb der eigenen Strukturen, sondern auch ein klares Bekenntnis zur solidarischen Mitgestaltung einer offenen und diskriminierungsfreien Gesellschaft. „Wir sind gelebte Nächstenliebe – egal woher Menschen kommen, was sie glauben oder welche sexuelle Orientierung und Identität sie haben“, so ist es aus dem Kreis aller Beteiligten zu hören. „Und das zeigen wir nicht nur beim CSD.“

Diakonisches Engagement für gleiche Rechte

Die evangelisch-diakonische Präsenz auf dem CSD wurde von einem breiten Bündnis getragen, darunter die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach, die Diakonie Frankfurt und Offenbach, die Regionale Diakonie Hessen-Nassau, die Diakonie Hessen, die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken und die Innere Mission Frankfurt. Sie machten gemeinsam deutlich: Christlicher Glaube und die Unterstützung queerer Rechte schließen sich nicht aus – im Gegenteil.

Ein starkes Zeichen auch nach innen

Für viele Teilnehmende hatte der gemeinsame Auftritt auch eine persönliche Dimension:
„Ich arbeite seit Jahren in einer diakonischen Einrichtung und bin selbst Teil der queeren Community. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich hier nicht nur geduldet, sondern aktiv unterstützt werde“, so ein Mitarbeitender am Rande der Veranstaltung.

Clarissa Graz, Theologische Vorständin Innere Mission Frankfurt: „Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal dabei und sind wirklich begeistert. Ich finde es auch für die Kolleginnen und Kollegen schön, dass man hier noch einmal mit der kirchlich-diakonischen-evangelischen Community zusammen ist, noch einmal ganz neue Leute kennenlernt und gemeinsam für die gute Sache einsteht.“

Mit dem gemeinsamen Engagement wollen die Träger auch innerhalb der kirchlichen und diakonischen Strukturen zu mehr Sichtbarkeit, Aufklärung und Sensibilisierung beitragen. In Schulungen, internen Netzwerken und theologischen Diskussionen werde kontinuierlich daran gearbeitet, Diskriminierung abzubauen und queere Perspektiven stärker zu berücksichtigen.

Christlicher Glaube als Basis für Vielfalt

Dass evangelisch-diakonische Organisationen am CSD teilnehmen, ist für viele inzwischen ein selbstverständliches Zeichen gelebten Glaubens. Dabei geht es nicht um eine politische Instrumentalisierung, sondern um eine tief verankerte theologische Haltung: Jeder Mensch ist Ebenbild Gottes - und verdient Respekt, Schutz, Teilhabe und Nächstenliebe.
Die Beteiligung am CSD in Frankfurt war zugleich ein Fest des Friedens, der Gemeinschaft, des Glaubens und der Hoffnung. Sie zeigte: Christliche Werte und queere Lebensrealitäten gehören zusammen – auf der Straße, im Alltag und in der Kirche.