

1850 schlossen sich in Frankfurt unter dem Einfluß von Johann Hinrich Wichern die bereits bestehenden christlichen Vereine zu einem “Gesamtverein für Innere Mission” zusammen. War bisher die Tätigkeit eher volksmissionarisch ausgerichtet, entwickelte sich mit dem sozialen Element vor allem in der Jugendpflege eine neue Richtung.
Neben vielen ehrenamtlich engagierten Bürgern unterstützten evangelische Pfarrer in Frankfurt die Arbeit der Inneren Mission. Pfarrer Gustav Schlosser und Pfarrer Friedrich Naumann, zwei bedeutende Theologen, prägten ab 1873 bis zum Ende des Jahrhunderts die Entwicklung des Vereins, der mit seiner Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Volksbildung und Sozialarbeit tätig wurde.
Die Zeit des Nationalsozialismus stellte die Innere Mission auf eine harte Probe, und im Zweiten Weltkrieg wurden mit den Gebäuden auch wesentliche Arbeitsfelder der Inneren Mission zerstört.
Nur mühsam konnte man nach dem Krieg wieder Tritt fassen. Die Innere Mission legte ihren Schwerpunkt auf die stationäre Betreuung und Pflege älterer Menschen, ab 1946 in Meerholz/Gelnhausen, später auch in Frankfurt und Oberursel.
Traditionelle Arbeitsbereiche wie die “Bahnhofsmission” oder das “Bahnhofshospiz”, die “Buchhandlung der Inneren Mission in der Goethestraße” mit eigenem Verlag gingen in andere Trägerschaften über oder wurden auch ganz aufgegeben.